Die Aufgaben des Vitamin B1 in unserem Körper sind sehr vielfältig
und demzufolge gibt es hier beinahe keinen Bereich, wo Vitamin B1 keine Rolle spielt.
Wichtige Funktionen des Vitamins wurden als erstes im Bereich des Nervensystems entdeckt und brachten
ihm den Namen Nervenvitamin
ein.
Die Nervenzellen benötigen für ihre Funktionen eine Menge Energie, die nur mit Hilfe
von Vitamin B1 erzeugt werden kann. Außerdem ist es
an der Reizleitung im peripheren Nervensystem und am Stoffwechsel von Reizüberträgerstoffen
beteiligt. In der Zelle eilt es unverzüglich den zum B-Komplex gerechneten Molekülen des
Cholins zu Hilfe, damit dieses nicht vorzeitig abgebaut wird. Thiamin und Cholin beeinflussen
die Prozesse des Denkens und der Gemütbewegungen.
Nicht von ungefähr wird das Vitamin B1 deshalb auch
das gute Laune-Vitamin
für mehr
Lebensfreude genannt.
Als Bestandteil einer langen Reihe von Enzymen, in vielen Fällen zusammen mit Phosphor, Magnesium und Mangan, ist es vor allem an der Umwandlung von Kohlenhydraten zu Energie und Wärme beteiligt. Somit ist Vitamin B1 für die Aufrechterhaltung der Funktionen jener Organe und Gewebe wichtig, die Kohlenhydrate als Energiequelle verwerten - neben den Nervenzellen betrifft das insbesondere auch die Muskeln.
Es spielt bei der Bildung von Kollagen, die wesentliche Stützsubstanz für den ganzen Körper ist, eine wichtige Rolle. Eine ausreichende Kollagenproduktion wird wiederum mit einer gut funktionierenden Hautregeneration in Verbindung gebracht.
Vitamin B1 ist auch an der Zellneubildung beteiligt; es beeinflusst das Wachstum positiv; fördert die Blutzirkulation und die Bildung der roten Blutkörperchen; hilft dem Körper, sich von toxischen Schwermetallen zu befreien; und stärkt das Immunsystem durch Anregung der Produktion von Antikörpern.
Zusammenfassen lässt sich die Wirkung von Vitamin B1 hinsichtlich Leistungsfähigkeit und
Lebensfreude am besten durch Erfahrungen aus dem Alltag, so wie Adelle Davis dies formuliert:
Wenn ich Arbeiter für die Gartenarbeit engagiere, gebe ich ihnen zuerst einmal B-Vitamine. Sie
arbeiten dann nicht nur dreimal so viel für das gleiche Geld, sondern auch dreimal so gerne.
Im Stoffwechsel muss es an Phosphor gekoppelt sein, um wirksam werden zu können. Phosphor und auch Pantothensäure sind für Speicherung, Wirksamkeit und Verwertung wichtig. Die Aminosäure Tyrosin fördert die Resorption, während Mangel an Folsäure und Proteinen die Aufnahme und Verwertung beeinträchtigt. Zur Bildung von Enzymen für den Stoffwechsel des Vitamins ist Niacin nötig und für bestimmte Enzymfunktionen braucht Vitamin B1 Magnesium, Mangan und spezielle Proteine .
Aber auch ganz allgemein gilt im Bereich der Ernährung, was überall in der Natur üblich ist: Auf den
physiologischen Wegen der Nährstoffe im menschlichen Organismus besteht ein
Zusammenspiel vieler Faktoren, das erkannt und berücksichtigt werden muss, um zu dem Erfolg zu
kommen, den man bei Konsum von einzelnen besonders gesunden
Nahrungsmitteln oder Nahrungsergänzungen erwartet.
Unser Körper besitzt für Vitamin B1 keine hohe Speicherfähigkeit. Deshalb können Mangelzustände relativ schnell entstehen, wenn der Energieumsatz bei körperlicher und geistiger Mehrbelastung steigt, z.B. bei schwerer körperlicher Arbeit, sportlicher Betätigung, Streß, Fieberzuständen und chronischen Erkrankungen oder in Zeiten der Schwangerschaft und des Wachstums. Der Bedarf beträgt etwa 1/2 mg Vitamin B1 pro verbrauchte 1000 Kalorien .
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Frauen 1,2 mg, Männern 1,4 mg und Kindern bis zu 1,0 mg Vitamin B1 täglich zuzuführen, bei erhöhtem Bedarf entsprechend mehr: Schwangere z.B. bis zu 2 mg und stillende Frauen bis zu 5 mg.
Gerade beim Vitamin B1 ist eine regelmäßige, tägliche Zufuhr notwendig, damit Stoffwechsel, Nerven, Herz, Verdauung oder Wundheilung wirklich funktionieren, nur unter dieser Voraussetzung kann es zu einer optimalen Organleistung kommen sowie zu seelischer Ausgeglichenheit und guter Laune.
Bei einer unausgewogenen Ernährung wird Vitamin B1 dem Körper nur in unzureichenden Mengen zugeführt. Weiters müssen wir bedenken, dass die meisten der B-Vitamine nur als Vitamin-B-Komplex, also nur im Zusammenwirken mit anderen B-Vitaminen erst richtig arbeiten können. Die Natur hat das in mehreren Fällen schon von vornherein so eingerichtet: In den Schalen und Keimlingen von Getreide und Reis z.B., in Sonnenblumenkernen, in Haselnüssen, in grünen Erbsen oder in Kartoffeln ist der Thiamingehalt hoch und andere B-Vitamine sind auch vorhanden - die größte Vielfalt jedoch und den höchsten Gehalt an Vitamin B1 finden wir in der Hefe.
Die mit Natursubstraten und Kräuterauszügen gezüchtete Strath-Kräuterhefe ist durch Zugabe von Extrakten aus Gerstenkeimlingen und Reiskleie reich an B-Vitaminen und besonders an Thiamin - nur 3 Teelöffel decken ein Drittel des gesamten Tagesbedarfes. Aber auch viele andere für das physiologische Zusammenspiel notwendige Vitalstoffe wie Mineralien, Spurenelemente, Eiweißstoffe und Aminosäuren sowie stärkende und schützende Kräutersubstanzen stehen uns hier in einer ausgeglichenen Vielfalt zur Verfügung. Außerdem liegt die Kräuterhefe in aufgeschlossener Form vor, so dass ihr Zellinhalt vom menschlichen Organismus optimal verwertet werden kann.